Randmeere und der Nebel

Was man im Herbst beim Segeln erleben kann merkt man erst wenn man losfährt. Also Stadtkind ist Nebel ein eher seltenes Wetterereignis. Auf einem See ist das wohl täglich so. Das erfuhr ich aber erst so richtig am zweiten Tag.

Autor Klaus am 2018-04-08
Da ich vormittags noch Schlafsack kaufen war konnte ich erst am Nachmittag aufbrechen. Das Ziel war das Ijsselmeer, das kann man von meinem Liegeplatz aus durch das Markermeer oder durch die Randmeere erreichen kann. Mein Bootsverkäufer sagte mir das es zwei Schleusenbrücken wären die automatisch aufgehen wenn man ankommt. Also für ich mal los. Die erste Brücke erreichte ich so nach 1 Stunde bei schönsten Wetter.

Die Brücke war zu, das Licht war rot. Also mal anlegen und warten. Von hinten kamen Motorboote an, das Licht wurde grün. Die Motorboote fuühren rein und das Licht wurde direkt wieder rot. Die Motorboote wurden geschleust. War klar für die niedrigen Motorboot muss er die Brücke nicht hochfahren. Nach dem ich nun zweimal ablegte und dann bei roten Licht zu stoppen kam eine Durchsage auf Holländisch !?!?! Da ich nichts verstand lief ich mal auf die andere Seite der Schleuse und ein freundlicher Schleusenwärter erklärte mir das die Brücke erst wieder 18 Uhr geöffnet wird.

Also warten. Endlich was es so weit und ich konnte weiter. Schon cool wenn sich eine Brücke für dich hebt. Die Fahrt durch die Randmeere zog sich echt lang. Und was auf der Karte wie ein Fluß aussieht ist bei dunstigen Wetter ein uferloser See.
Es wurde schnell dunkel und ich musste mir eine Hafen suchen. Ein McDonald Schild direkt hinter einem Hafen schien mir verlockend. Strand Horst hieß der Hafen, ich legte an der vordersten Mole an und machte mich auf die Suche nach irgend jemanden. Aber alles zu. Leider war auch der Hafen mit einem Zaun umgeben und man kam zwar raus, aber ohne Karte nicht wieder rein.
Das war es wohl mit McDonald.

So früh ins Bett zu gehen, geht auch nur wenn es kalt ist.

Der Hafenmeister hatte eine Art Kommandoturm und die Nacht sollte nur 5 Euro kosten. Er meinte scherzhaft, das es der schönste Platz im Hafen gewesen wäre. Ich glaube sehr viele Gäste haben die nicht, eher Dauerlieger . Hinter Mc Donald war eine Schnellstraße oder Autobahn. Ich vermute mal das die Gastronomie dort eine Autobahnraststätte war.
Die sanitären Einrichtungen waren kühl und abweisend, aber sauber und zweckmäßig. Auf Duschen habe ich verzichtet, mir war kalt.

Am nächsten morgen was alles nebelig. Man sah keine 20 Meter. Es dauert bis 11 Uhr bis es sich soweit verzogen hatte das ich los konnte, und viel sehen konnte man auch nicht.



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Ich sollte dringend ein Nebenhorn vor dem nächsten Herbst kaufen. Hätte mich der Neben umschlossen wäre ich unsichbar gewesen. Wobei nach der Brücke keine Frachschiffe mehr kamen
Nebelhorn Fanfare mit Kompressor