Erste Ausfahrt - Einhand

Das erste mal alleine mit einem Segelboot ist doch spannender als man denkt. Das Boot mit Motor in Windrichtung, Ruder feststellen und dann gehst los. Großsegel hoch und dann Vorsegel raus. Alles flattert und den Kurs halten kannst du auch vergessen wenn du zu lange brauchst.

Autor Klaus am 2019-05-20
Aber ich hatte Glück, denn etwas elementares fehlte an dem Tag einfach. Es gab erst gar keine Wind der stören konnte. Ein laues Lüftchen trieb mit in Richtung des anderen Ufer. In nach hinein trieb es mich auch gewaltig ab. Das merkte ich erst als ich nach „geraden Fahrt“ den Hafen erst gar nicht finden konnte.

Mitten auf dem See kam ein anderes Boot von hinten und überholte. Der Skipper war so nett mir einen Tipp zu geben. Er meinte mein Boot ist schneller als seines. Ich müsste die Segel so setzen das Sie oben nicht flatter. Nur dann wären Sie richtig gesetzt. Kaum verbessert schob ich schneller als er davon.

Ich änderte aber nach einiger Zeit den Kurs weil ich nicht den ganzen Tag segeln wolle. Ich drehte also in eine andere Richtung. Nach einer weiteren Stunde wollte ich zurück. Dabei stand der Wind mal auf meiner Seite. Das Boot kränkte ganz nett.

Ich traute mich nicht wirklich das Hauptsegel einzuholen und holte statt dessen das Selbstwendefock ein. Kränkung nahm ab, aber och wurde auch ganz schön langsamer.
Mein Vermieter meinte das ich das besser andersrum machen solle, das nächste mal.

Die weiteren Tagen waren eher Windlos und langsam. Da es auch noch furchtbar kalt war segelte ich immer nur 2 Stunden in eine Richtung und dann 3-5 Stunden wieder zurück. Danach zog es mich unter die Dusche in meinen angemietet Appartement. Das Boot ohne Heizung war mir bereits am 2 Tag viel zu kalt. Bin eben ein Weichei.